Interview
Zurück 03. Januar 2017Georg Schröer (Teammanager - 1. Männermannschaft)
Steve Maschik: Wie zufrieden seid Ihr mit der abgelaufenen Hinrunde?
Georg Schröer: Die erste Hälfte der ersten Halbserie war sehr zufriedenstellend und übertraf unsere Erwartungen. Mit der Übernahme der Tabellenspitze nach dem siebenten Spieltag war allerdings eine Leistungsabfall zu verzeichnen und wir konnten keines der letzten fünf Ligaspiele mehr gewinnen.
Steve Maschik: Entspricht der erreichte Tabellenplatz tatsächlich Euren Leistungen oder wäre Deiner Meinung nach ein besseres/schlechteres Abschneiden gerechtfertigt?
Georg Schröer: Der aktuell siebente Tabellenplatz spiegelt genau unsere Leistung wieder, auch wenn wir durch die Sieglosserie zum Ende hin sicher zwei Plätze hergeschenkt haben.
Steve Maschik: Gibt es einen Spieler oder eine generelle Entwicklung, den Du gezielt loben würdest?
Georg Schröer: Der in den Vergangenen Jahren immer mal als Bruder Leichtfuß bekannte Pavel Bursa hat sicher die konstanteste Leistung in der Hinrunde abgeliefert. Der Innenverteidiger, welcher bereits seine achte Saison in Neusalza-Spremberg spielt, war bei all seinen Einsätzen mit guten Leistungen vorangegangen.
Steve Maschik: Inwieweit hat Euch das Verletzungspech verfolgt beziehungsweise behindert?
Georg Schröer: Mit Tommy Hentschel, welcher die komplette Hinserie wegen einer Bänderverletzung ausfiel, fehlte den Trainer ein sehr wichtiger Spieler auf der Innenverteidigerposition. Zudem fehlte Offensivmann Lukáš Bouška in vier Spielen und einer sehr wichtigen Saisonphase ebenfalls wegen einer Bänderverletzung. Pavel Vomáčka (gebrochene Hand) und Patrick Maiwald (Rückenprobleme) hatten zu Beginn der Saison mit Verletzungen zu kämpfen und konnten die Vorbereitung nicht mit machen. Sicher auch ein Aspekt warum beide noch nicht an Ihr Leistungslimit gehen konnten. Philipp Krenz muss wegen anhaltender Knieprobleme seine Karriere wahrscheinlich für eine längere Zeit unterbrechen beziehungsweise sogar beenden.
Steve Maschik: Stoßen im Winter neue Spieler zum Kader dazu oder verlässt jemand das Team?
Georg Schröer: Wie schon angesprochen geht es für Philipp Krenz (Abwehr/Mittelfeld) erstmal nicht mehr weiter, die Schmerzen im Knie sind zu groß. Zudem verlassen uns die jungen Spieler Pavel Vomáčka (Abwehr) und Miloslav Kučera (Mittelfeld) in unbekannte Richtung, beide konnten sich im Laufe der Hinrunde nicht durchsetzen. Zu Neuverpflichtungen kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben machen.
Steve Maschik: Wann startet ihr mit der Rückrundenvorbereitung? Gibt es ein besonderes Highlight?
Georg Schröer: Trainingsauftakt zur Rückrunde ist am Freitag, den 20.01.2017 auf dem Kunstrasenplatz in Cunewalde. Das Sportzentrum am Eichberg bietet wirklich sehr gute Voraussetzungen. Höhepunkt ist sicherlich das Testspiel am Samstag, den 28.01.2017 gegen den Landesligisten SV Einheit Kamenz. Aber auch die Spiele gegen den Ortsnachbarn FSV Oppach (Kreisoberliga Oberlausitz) und das tschechische Team vom FK Jiskra Mšeno (in Jablonec) wird von den Jungs schon mit Spannung erwartet.
Steve Maschik: Welche Mannschaft ist für dich die größte Überraschung der Liga?
Georg Schröer: Große Überraschungen gibt es eigentlich nicht wirklich, dass der Radebeuler BC 1908 allerdings die Liga so sehr dominiert hätte ich vor der Saison sicher nicht erwartet. Auch wenn die Truppe von Matthias Müller sicher sehr gute Einzelspieler in ihren Reihen hat.
Steve Maschik: Wie bewertest du die jüngsten Gewalt-Vorfälle auf den Amateurfußballplätzen?
Georg Schröer: Wir hatten leider im Juni auf unserem Sportplatz, beim letzten Ligaspiel der 2. Männermannschaft, einen solchen Vorfall, als eine Gästemannschaft kurz vor Schluss das Spielfeld stürmte und den Schiedsrichter attackieren wollte. Unser Ordnerdienst konnte zum Glück schlimmeres verhindern. Bedenklich ist es schon, da sind allerdings alle gefordert etwas mehr Gelassenheit an den Tag zu legen, am Ende ist es nur Fußball. Allerdings gab es solche Vorfälle auch schon früher, nur wurden diese damals nicht so publik gemacht, da tragen sicherlich auch Medien und Internet dazu bei.












